Offener Brief von Gesundheitspersonen: Forderung einer menschlichen Behandlung von Abgewiesenen

Zusätzlich zu den 54 Erstunterzeichnenden, unterstützen weitere rund 400 medizinische Fachpersonen den Brief und es kommen weitere Unterzeichnenden hinzu. Sie alle bestätigen aus fachlicher Perspektive, dass das Nothilfesystem schwerwiegende, negative Folgen für die psychische Gesundheit der Betroffenen hat.

Dieser Brief wurde am 17. Februar 2022 an Verantwortliche aus Politik und Verwaltung verschickt, das sind Bundesrätinnen, Sozialdirektoren, Kantonsärztinnen, Migrationsbehörden, Politikerinnen: 2022-02-15 Offener Brief menschliche Behandlung Abgewiesener

Journal B: Philippe Müllers Mühe mit den Menschenrechten

Die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in den Rückkehrzentren Aarwangen, Biel und Gampelen entsprächen nicht den Mindestanforderungen der UNO-Kinderrechtskonvention, stellt die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter in einem ausführlichen Bericht fest. Der kantonale Sicherheitsdirektor, Philippe Müller, fühlt sich dafür nicht verantwortlich.

Hier geht es zum Artikel von Willi Egloff: 2022-02-14 Journal B Philippe Müller u. Menschenrechte

Tages-Anzeiger: Beispiel für private Unterbringung im Kanton Bern

Das alte Bauernhaus, in dem der Eritreer Bereket Andom mit seiner Frau Aster Tekle und den Kindern Rodas (6) und Rai (3) Zuflucht gefunden hat, liegt abgelegen an einem Hang in Rüti bei Riggisberg mit Blick auf die Berner Alpen. Dank der Familie Maag ergeht es diesen abgewiesenen Asylsuchenden aus Eritrea viel besser als den vielen anderen, die in prekären Rückkehrzentren leben.

Hier geht es zum Artikel: 2022-02-11 Tagesanzeiger Gestrandet im Rückkehrzentrum

Bericht der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter zu den Berner Rückkehrzentren

Der von der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter und unmenschlicher Behandlung (NKVF) am 10. Februar 2022 veröffentlichte Bericht zu den Berner Rückkehrzentren kommt zu dem Schluss, dass die Unterbringung der dort lebenden Asylsuchenden menschenunwürdig sei. Insbesondere die Lage der Kinder sei mit der UNO-Kinderrechtskonvention nicht vereinbar, die Wohnsituation von Familien prekär – in Gefängnissen die Raumverhältnisse komfortabler. Die fehlende Beschäftigung gefährde die psychische Gesundheit. In anderen Rückkehrzentren der Schweiz sind die Bedingungen in keiner Weise besser.

Hier geht es zum Bericht (siehe vor allem S. 4-29): 2022-02-10 Bericht NKVF Rückkehrzentren Kanton BE

 

Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse in der Bund-Zeitung «Unterbringung ist menschenunwürdig» vom 11. Februar 2022: 2022-02-11 Der Bund Unterbringung ist menschenunwürdig

CAS-Arbeit: Kinder und Jugendliche in Rückkehrzentren

Thirza Schneider hat in einer wissenschaftlichen Studie die Situation von Kindern und Jugendlichen in Rückkehrzentren untersucht. Seit 2012 arbeite sie ehrenamtlich mit Geflüchteten, zuerst in einer Kollektivunterkunft und seit zwei Jahren vermehrt mit abgewiesenen Geflüchteten in einem der kantonalen Rückkehrzentren. Die CAS-Arbeit ergänzt sich ideal zu den Erkenntnissen der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter und unmenschlicher Behandlung (NKVF).

Siehe insbesondere die Fallbeispiele auf S. 29-55: 2022-02-03 CAS Abschlussarbeit Thirza Schneider Version

NZZ am Sonntag / Die dänische Asylpolitik: Ist die Schweiz viel besser?

Mit Dänemark gibt es ein westliches Land, das eine noch restriktivere Migrationspolitik als die Schweiz kennt. Dass es syrische Asylsuchende wegweist und sie in Ausschaffungslagern verelenden lässt, ist überaus stossend. Die Schweiz sollte sich aber hüten, mit dem Finger auf Dänemark zu zeigen.

Bericht in der NZZ am Sonntag: 2022-01-16 NZZ aSo Dänemark – keine Migranten

Leserbrief von Daniel Winkler, riggi-asyl: 2022-01-23 NZZ am Sonntag LB nur Ausschnitt