Nothilfe – für ein Leben auf dem Abstellgleis

Radiosendung:

https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=ee516fec-5be4-4cc3-8379-7d704acf39fb

Online-Beitrag:

https://www.srf.ch/news/schweiz/nothilfe-in-der-schweiz-wenn-das-geld-nicht-einmal-fuer-das-noetigste-reicht

Gut 3000 abgewiesene Asylbewerberinnen und Asylbewerber erhalten in der Schweiz Nothilfe. Sie bekommen ein Dach über den Kopf, medizinische Grundversorgung und vier bis zwölf Franken pro Tag für Essen, Kleidung, Freizeit.
SRF Echo der Zeit 14.5.2019, von Max Akermann

Neue Zürcher Zeitung zu Eritrea

In der NZZ ist von Tobias Gafafer ein Beitrag zu eritreischen Asylsuchenden mit Wegweisung erschienen. Es ist ein Artikel, der die Verhältnisse korrekt wiedergibt und auf die grosse Problematik hinweist.

Auch weggewiesene Eritreerinnen und Eritreer sollen menschenwürdig behandelt werden, ist unsere Forderung. Es ist keine Lösung, dass diese jahrelang ohne Perspektive von der Nothilfe leben. Der Bund soll Weggewiesenen die vorläufige Aufnahme ermöglichen, bis sich die Verhältnisse in ihrer Heimat substanziell verbessert haben.

Gastbeitrag zum Nothilfe-Regime im Tagesanzeiger / Der Bund

Das Nothilfe-Regime wurde durch einen demokratischen Prozess eingerichtet und ist rechtsstaatlich legitimiert. Würde es greifen, wäre es realpolitisch vertretbar. Da es aber eine zu grosse Gruppe von Menschen in ein unsägliches Elend stürzt, hat es sich zu himmelschreiendem Unrecht entwickelt und gehört abgeschafft. Eine Amnestie – im Sinne einer vorläufigen Aufnahme – für Menschen, die seit Jahren in der Nothilfe vegetieren, ist unerlässlich.

Schutzsuchende aus Eritrea nicht in die Nothilfe drängen

Am 26. Juni 2017 publizierte der Synodalrat der evangelisch-reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn eine Medienmitteilung zur Asylpraxis, eine ganze Menschengruppe für Jahre in die Nothilfe zu drängen. Diese Praxis sei der humanitären, christlichen Tradition in der Schweiz unwürdig.