Hier der lesenswerte Text der Iranerin Firoozeh Miyandar, die im Rückkehrzentrum Aarwangen lebt: 2025-10-29 Quartiermagazin Firoozeh Miyandar
Migrationspolitik
Gastbeitrag von Carsten Schmidt in der Zeitung DER BUND: Neuregelung Härtefallverfahren
National- und Ständerat haben in der Herbstsession 2025 eine gleichlautende SVP-Motion mit grosser Mehrheit angenommen. Sie verlangt, dass abgewiesene Asylsuchende sowie vorläufig aufgenommene Personen – also Kriegsflüchtlinge – künftig doppelt so lange warten müssen, nämlich mindestens zehn statt wie bisher fünf Jahre, bis sie ein Gesuch auf Regularisierung ihres Aufenthalts stellen dürfen. Die Tragweite dieses Entscheids ist kaum zu ermessen.
Hier geht es zum Gastbeitrag von Carsten Schmidt: 2025-09-29 Der Bund GASTKOMMENTAR Härtefallgesuche C. Schmidt
Carsten Schmidt ist bei den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn zuständig für die Themen Migration und Integration.
«riggi-asyl» im Juni 2025: Der kriminelle Flüchtling
Nachfolgend das aktuelle riggi-asyl-Schreiben: Darin geht es einerseits um das neue Buch von Frank Urbaniok, Schattenseiten der Migration, das derzeit viel Staub aufwirbelt. Andererseits werden einmal mehr die Rückkehrzentren thematisiert: Es ist die immer gleiche Predigt in anderen Worten. Doch die Situation in den Rückkehrzentren ist derart dramatisch, dass sie nicht zur Gewohnheit werden darf – und man nicht einfach zum Alltag übergehen kann.
Hier geht es zum Schreiben: 2025-06-01 NEUIGKEITEN von riggi-asyl Juni 2025
Das Schicksal der iranischen Familie Momeni (Mittelhäusern/Aarwangen BE)
Top integriert, aber unerwünscht: Weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde, müssen die Iraner ihre Wohnung in Köniz verlassen.
Auch die Iranerin Shadi Momeni aus Mittelhäusern musste nach Ablehnung des Asylgesuchs ihrer Familie die Lehre in einem Demenzheim abbrechen. Nun wartet ein Leben in der Nothilfe und in einem Rückkehrzentrum.
Der Fall steht exemplarisch für ein Dilemma der Schweizer Asylpraxis.
Hier geht es zu den Berichten:
2025-04-25 Bieler Tagblatt Fam. Momeni Iran
2025-04-26 Der Bund Fam. Momeni Iran
2025-04-23 Der Sensetaler Familie Momeni
Migration: Du sollst nicht lügen in der Asylpolitik
Häufig sagen wir die Wahrheit, aber durchschnittlich lügt jeder 25 Mal am Tag. In bestimmten Situationen lassen wir Informationen weg oder geben sie nicht korrekt wieder. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Studie. Ist das Gebot, nicht zu lügen, deshalb nicht überflüssig, wenn Lügen zum menschlichen Dasein gehören, wie der Miststock zur Kuhwirtschaft?
(Lesezeit: 8 Minuten)
Hier geht es zum Artikel: 2025-02-01 Forum INSIST Du sollst nicht lügen Asylpolitik
«riggi-asyl» im Januar 2025: «Framing-Effekt» in der Asylpolitik
Die Asyl- und Migrationspolitik war im vergangenen Jahr eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen, und das wird wohl auch im kommenden Jahr so bleiben. Bei diesem sensiblen Thema sind nicht nur bei Medienerzeugnissen Qualität, Glaubwürdigkeit und Redlichkeit besonders gefragt. Diese Werte sollten selbstverständlich auch im politischen Diskurs gelten, aber das ist immer seltener der Fall. Für das kommende Jahr hoffe ich, dass der moralische Kompass hier wieder besser eingestellt werden kann.
Lesen Sie hier weiter: 2025-01-01 Neuigkeiten von riggi-asyl Januar 2025
Onlinemedium Hauptstadt vom 24.12.2024: Kinder ohne Zukunft
Die Lebensumstände in Rückkehrzentren sind unangenehm, aber irgendwie aushaltbar, wenn sie für kurze Zeit gelten. Das impliziert der Begriff «Rückkehrzentrum»: Dass die Nothilfe eine Zwischenlösung ist, bevor Menschen in ihren Herkunftsstaat zurückkehren. Doch die Realität sieht anders aus. Viele Personen befinden sich über lange Zeit in diesem System. Im Kanton Bern leben fast 300 Personen seit mehr als einem Jahr in der Nothilfe. Fast 100 davon seit über fünf Jahren. Schweizweit befinden sich etwa 60 Prozent der Kinder seit mehr als einem Jahr in diesem System. Das teilt das Staatssekretariat für Migration auf Anfrage mit.
Lesen Sie mehr dazu: 2024-12-24 Hauptstadt Kinder ohne Zukunft komp