Tagesanzeiger – Das hässliche Gesicht der Schweiz

Die Schweiz hat verschiedene Gesichter. Ich bin jeden Tag dankbar, darf ich in der Schweiz leben. Für mich persönlich hat sie ein schönes Gesicht. Aber ich lebe ja nicht nur für mich. Ich lebe in Beziehung. Für den Umgang der Schweizer Behörden mit Menschen unter dem Nothilferegime ist das Wort «hässlich» das Adäquateste. Lesen Sie die Geschichte von Dawud.

Gastbeitrag von Daniel Winkler, Pfarramt Riggisberg: 2021-09-30 Tagesanzeiger Das hässliche Gesicht der Schweiz Seite 2

Familien gehören nicht in Rückkehrzentren

Die Schweiz hat die UNO-Kinderrechtskonvention unterzeichnet. Es darf nicht sein, dass Kinder über lange Zeit in einer Nothilfe-Situation und in Rückkehrzentren leben müssen, die für Kinder ein prekäres Umfeld bedeuten. Langzeitfälle in der Nothilfe kommen vor allem aus Ländern mit erschwerten Rückkehrbedingungen. Für diese Menschen braucht es eine andere Lösung.

Hier geht es zum Gastbeitrag in der Zeitung „Der Bund“: 2021-06-10 Der Bund Familien gehören nicht in Rückehrzentren

Und hier das Referenzinterview mit Regierungsrat Philippe Müller in der „Der Bund“: 2021-06-07 Der Bund Interview Philippe Müller

Lockdown für immer

2020-08-16 NZZ am Sonntag Asylbew. im endlosen Lockdown Fliesstext

2020-08-16 NZZ am Sonntag Asylbewerber im endlosen Lockdown

Das Elend, das Menschen unter dem Nothilfe-Regime erleiden, ist kaum unvorstellbar. Überproportional viele Frauen sind von diesem Schicksal betroffen; das sind durch die Flucht häufig schwer traumatisierte Menschen, die hier in der Schweiz wieder Ausgrenzung und Demütigung erfahren. An den Rändern unseres Asylsystems gibt es Abgründe!

Vortrag zum Nothilfe-Regime (Daniel Winkler, politische Veranstaltung in Spiez)

2020-08-12 VORTRAG in Spiez zur Nothilfe

Der Begriff der Nothilfe im Zusammenhang mit weggewiesenen Asylsuchenden ist missverständlich, und die Konsequenzen des Nothilfe-Regimes sind vielen Menschen in unserem Land nicht bewusst.

Würde das Volk heute gleich entscheiden, wenn es wüsste, wie viele Menschen über eine wie lange Zeit in den Strukturen der Nothilfe verelenden? In einem Land wie der Schweiz, das sich einer humanitären Tradition rühmt und Depositarstaat humanitärer Organisationen ist?