Der Bund – Reportage aus Äthiopien von Bernd Dörries

Die Situation in Äthiopien ist kritisch. Der Bürgerkrieg nimmt immer dramatischere Form an. Eine Rückkehr für hier abgewiesene Asylsuchende ist nicht mehr zumutbar.

Die Reportage von Bernd Dörries geht unter die Haut. Der frühere Hoffnungsträger und Nobelpreisträger Abiy Ahmed hat sich zum Kriegstreiber entwickelt, und der eritreische Diktator Isayas Afewerki spielt eine unrühmliche Rolle in der äthiopischen Tigray-Region.

Hier geht es zum Beitrag: 2021-11-12 Der Bund Reportage aus Äthiopien Bernd Dörries

Der Bund – Busse für Dawud wegen Illegalität

Noch immer leben viele der abgewiesenen afghanischen Asylsuchenden in einer Situation des sozialen Todes – ein anderes Wort für ein Leben unter dem Nothilferegime über lange Zeit. Diese Leute müssten aufgrund der Unzulässigkeit der Rückführung jetzt eine vorläufige Aufnahme erhalten. Es wäre eigentlich die Aufgabe des Staatssekretariats für Migration, von sich aus aktiv zu werden und diese Menschen aus ihrer prekären Situation zu befreien. Das wird aber kaum passieren, und diese Menschen werden weiterhin in Rückkehrzentren verelenden oder in privaten Unterbringungen Däumchen drehen. Ausser sie haben das Glück, dass zivilgesellschaftliche Gruppen sich für sie einsetzen.

Hier geht es zum Bericht von Andres Marti: 2021-10-08 Der Bund Busse f. Dawud wegen Illegalität

Der Bund – Die Kinder der unerwünschten Eltern

Kinder, die über Monate und Jahre in Rückkehrzentren gefangen bleiben, ist eine Situation, welche sich kein Land wünscht, das humanitären Ansprüchen genügen will. Das ist das eine. Das andere ist, dass es keinen politischen Willen gibt, an dieser Situation etwas zu ändern.  Und das wiederum ist eine Schande für die Schweiz.

Lesen Sie den eindrücklichen Beitrag in der Bund-Zeitung von Lea Stuber: 2021-10-07 Der Bund Die Kinder der unerwünschten Eltern

Tagesanzeiger – Das hässliche Gesicht der Schweiz

Die Schweiz hat verschiedene Gesichter. Ich bin jeden Tag dankbar, darf ich in der Schweiz leben. Für mich persönlich hat sie ein schönes Gesicht. Aber ich lebe ja nicht nur für mich. Ich lebe in Beziehung. Für den Umgang der Schweizer Behörden mit Menschen unter dem Nothilferegime ist das Wort «hässlich» das Adäquateste. Lesen Sie die Geschichte von Dawud.

Gastbeitrag von Daniel Winkler, Pfarramt Riggisberg: 2021-09-30 Tagesanzeiger Das hässliche Gesicht der Schweiz Seite 2

Erzwungene Lehrabbrüche bei Asylsuchenden – das Trauerspiel geht weiter

Eine der grössten menschlichen Ressourcen ist Bildung, und Bildung ist gleichzeitig eine der nachhaltigsten Möglichkeiten, um Entwicklungshilfe zu leisten. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber es scheint, dass in vielen Amtsstuben bei Asylthemen nur noch kalter Legalismus herrscht. Einem lernbereiten Menschen – ganz unabhängig von seiner Situation – den Abschluss eines Bildungswegs zu verunmöglichen, ist von aussen nicht nachvollziehbar. Es ist wertvoll, leben wir in einem gut funktionierenden Rechtsstaat. Wenn Gesetze aber mit dem Gebot der Menschlichkeit kollidieren, braucht es Anpassungen oder ein gutes Augenmass in ihrer Anwendung.

Hier geht es zum Bericht im Sensetaler: 2021-06-23 Der Sensetaler Versteckspiel Lehrabbruch

NZZ am Sonntag: Ein Tibeter als Paria in der Schweiz

Es gibt Personen in der Schweiz, die über Jahre eine unmenschliche Behandlung erfahren. Eine unmenschliche Behandlung, die sämtliche menschlichen Grundbedürfnisse, wie Partizipation, Zugehörigkeit, Sicherheit, Freiheit und Autonomie desavouiert. Es sind Menschen, die dadurch psychisch und körperlich erkranken!

Hier geht es zum Artikel: 2021-06-20 NZZ am Sonntag Wenn ein Ausländer nichts darf Tingle

Und hier geht es zu einem Metatext mit wichtigen Fragestellungen: Die Situation von Tingle – Daniel Winkler 20.6.2021