Der Bund – Reportage aus Äthiopien von Bernd Dörries

Die Situation in Äthiopien ist kritisch. Der Bürgerkrieg nimmt immer dramatischere Form an. Eine Rückkehr für hier abgewiesene Asylsuchende ist nicht mehr zumutbar.

Die Reportage von Bernd Dörries geht unter die Haut. Der frühere Hoffnungsträger und Nobelpreisträger Abiy Ahmed hat sich zum Kriegstreiber entwickelt, und der eritreische Diktator Isayas Afewerki spielt eine unrühmliche Rolle in der äthiopischen Tigray-Region.

Hier geht es zum Beitrag: 2021-11-12 Der Bund Reportage aus Äthiopien Bernd Dörries

Ein vergiftetes „Friedensabkommen“ am Horn von Afrika

Die Hoffnungen, welche mit dem Friedensabkommen zwischen dem äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki 2018 am Horn von Afrika kurzzeitig aufgeflackert waren, hatten rasch einer desillusionierenden Wirklichkeit Platz gemacht. Ethnische Konflikte spalteten die Bevölkerung Äthiopiens zusehends, und in Eritrea hat sich sowohl politisch wie auch menschenrechtlich nichts zum Besseren gewendet. Lesen Sie hier weiter:

Eritrea u. Äthiopien Expertise Annelies Müller Give-A-Hand Okt. 2021

Der Bund – Busse für Dawud wegen Illegalität

Noch immer leben viele der abgewiesenen afghanischen Asylsuchenden in einer Situation des sozialen Todes – ein anderes Wort für ein Leben unter dem Nothilferegime über lange Zeit. Diese Leute müssten aufgrund der Unzulässigkeit der Rückführung jetzt eine vorläufige Aufnahme erhalten. Es wäre eigentlich die Aufgabe des Staatssekretariats für Migration, von sich aus aktiv zu werden und diese Menschen aus ihrer prekären Situation zu befreien. Das wird aber kaum passieren, und diese Menschen werden weiterhin in Rückkehrzentren verelenden oder in privaten Unterbringungen Däumchen drehen. Ausser sie haben das Glück, dass zivilgesellschaftliche Gruppen sich für sie einsetzen.

Hier geht es zum Bericht von Andres Marti: 2021-10-08 Der Bund Busse f. Dawud wegen Illegalität

Der Bund – Die Kinder der unerwünschten Eltern

Kinder, die über Monate und Jahre in Rückkehrzentren gefangen bleiben, ist eine Situation, welche sich kein Land wünscht, das humanitären Ansprüchen genügen will. Das ist das eine. Das andere ist, dass es keinen politischen Willen gibt, an dieser Situation etwas zu ändern.  Und das wiederum ist eine Schande für die Schweiz.

Lesen Sie den eindrücklichen Beitrag in der Bund-Zeitung von Lea Stuber: 2021-10-07 Der Bund Die Kinder der unerwünschten Eltern

Tagesanzeiger – Das hässliche Gesicht der Schweiz

Die Schweiz hat verschiedene Gesichter. Ich bin jeden Tag dankbar, darf ich in der Schweiz leben. Für mich persönlich hat sie ein schönes Gesicht. Aber ich lebe ja nicht nur für mich. Ich lebe in Beziehung. Für den Umgang der Schweizer Behörden mit Menschen unter dem Nothilferegime ist das Wort «hässlich» das Adäquateste. Lesen Sie die Geschichte von Dawud.

Gastbeitrag von Daniel Winkler, Pfarramt Riggisberg: 2021-09-30 Tagesanzeiger Das hässliche Gesicht der Schweiz Seite 2

Beobachter – Das Schicksal des Tibeters Tingle

Seit 2012 ist der Tibeter Tingle Gyel* in der Schweiz. Hierbleiben darf er aber nicht. Nach jahrelangem Warten wurde sein Asylgesuch abgelehnt, auf seine Härtefallgesuche geht der Kanton nicht ein. Aber Gyel kann auch nicht weg. Er steckt als Sans-Papiers in der Nothilfe fest. Seit Jahren schon. Am meisten belastet ihn das Misstrauen, das ihm die Schweizer Behörden entgegenbringen. Sein aktuelles Härtefallgesuch ist noch hängig. Der Kanton Nidwalden hält sein Identitätsdokument für manipuliert und äusserte sich im Mai 2021 in einer ersten Rückmeldung ablehnend. Dies, obwohl das Bundesverwaltungsgericht schon vor Jahren mit einem forensischen Gutachten festgestellt hatte, dass es keine objektiven Fälschungsmerkmale gebe.

Lesen Sie hier weiter: 2021-09-10 Beobachter Tingle – Amt stützt Geheimexperten v. Tina Berg

NZZ – Es müssten mehr Härtefallgesuche bewilligt werden!

Die Praxis ist streng. Eine gewisse Verbesserung gibt es bei Härtefallgesuchen von afghanischen Flüchtlingen mit Negativentscheid. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist doch eine Rückführung nach Afghanistan nicht mehr zulässig oder möglich. Wer aber keine zivilgesellschaftliche Unterstützung erhält, bleibt in den Strukturen der Nothilfe.

Hier der Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung: 2021-08-18 NZZ Härtefall-Gesuche Afghanistan Tobias Gafafer