Nothilferegime – Kinder als Kollateralschaden

Kinder von abgewiesenen Asylsuchenden leben teils über viele Jahre von Nothilfe. Das ist stark umstritten, und der Druck auf die Behörden steigt.

Beitrag im Beobachter2021-01-15 Beobachter Politik auf Kosten der Kinder

Kommentar: Für die humanitäre Tradition der Schweiz ist es eine Bankrotterklärung, wenn Kinder zum Kollateralschaden einer repressiven Asylpolitik werden, wie es das Nothilferegime darstellt. Kinder und ihre Familien über Monate und Jahre in Zentren zu belassen, steht unter der Würde eines zivilisierten Landes. Die Kinder wachsen in einem angstbesetzten und in keiner Weise kindsgerechten Umfeld auf. In den äusserst desperaten Verhältnissen der Zentren erfahren sie eine soziale Deprivation. Diese Kinder sind gefährdet und Entwicklungsstörungen garantiert. Wenn Eltern Kindern schweres Unrecht zufügen, sind die Behörden rasch zur Stelle. Wenn der Staat aber Kinderrechtsverletzungen verursacht, ist es dann weniger gravierend?

 

Aus der Schweiz weggewiesen, in Deutschland aufgenommen

Beitrag im Blick: 2020-12-15 Blick Asyl abgelehnt Dawit irrte 5 Jahre durch Europa

Kommentar: Das Schicksal von Dawit zeigt die Situation vieler eritreischer Asylsuchender exemplarisch. Sie werden in der Schweiz – schlecht begründet – weggewiesen, fürchten sich nach Eritrea zurückzukehren und nomadisieren jahrelang in Europa herum. Dawit fand nach fünf Jahren in Deutschland sein Glück!